„Black Panther“

null„Neue Zürcher Zeitung“: Das phantastische Kinouniversum von Marvel kommt mit seinem 18. Film in der Realität an. Ryan Coogler inszeniert den schwarzen Superhelden mit Bombast und Botschaft.


Marvels erste Riege blütenweißer Superhelden glich lange Zeit einem erzkonservativen Country-Club. Bevor 2019 Captain Marvel (Brie Larson) als erste Titelheldin dazustößt, mischt Black Panther alias T’Challa (Chadwick Boseman) die Truppe auf. Er herrscht über das afrikanische Königreich Wakanda. Das ist dank dem ausserirdischen Metall Vibranium eine Hightech-Nation, die sich jedoch als Entwicklungsland tarnt. Als sein in einem amerikanischen Ghetto aufgewachsener Cousin (Michael B. Jordan) Anspruch auf den Thron erhebt, stellt Black Panther die Abschottungspolitik infrage.

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Ryan Coogler inszeniert den ersten schwarzen Superhelden, der 1966 sein Comicdebüt feierte, im Spannungsfeld zwischen afrikanischem Stolz, Sklaverei und Vereinten Nationen – und das alles im Gewand erstklassiger Hollywood-Unterhaltung. T’Challas Amazonen-Leibwache steht Wonder Woman in nichts nach, und Jordan ist ein moderner Antiheld zwischen Freiheitskampf und Extremismus.

★★★★☆

 

Quelle: „Neue Zürcher Zeitung“ (15. Februar 2018), NZZ.ch

Bilder: Marvel Studios

 

 

 

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