„Pride and Prejudice and Zombies“: Jane Austen wäre not amused

pride and prejudice

Sieben lange Jahre benötigte die Verfilmung des Buchs von Seth Grahame-Smith, die damit selbst zur Kino-Untoten verkommt.


2009 vor dem Start der Zombieserie „The Walking Dead“ begeisterte die Idee eines Mash-ups von Jane Austens populärsten Roman mit Untoten sogar Schauspielerin Natalie Portman und Regisseur David O. Russell. Sie stiegen aber aus und heute ist die Umsetzung trotz einiger guter Ideen einfach zu dünn.

England ist Anfang des 19. Jahrhunderts von nach Menschenhirn gierenden Zombies überlaufen. Elizabeth Bennet (Lily James) und Mr. – hier: Colonel – Darcy (Sam Riley) bekämpfen in bester Ninja-Manier die Untoten und in spitzen Wortduellen einander. Er ist stolz, sie voreingenommen, doch beide füreinander geschaffen. Geboten werden ausgiebige Kampfeinlagen und ein, zwei Anleihen an die BBC-Verfilmung mit Colin Firth. Insgesamt aber kommt die emotionale Substanz der Urvorlage zu kurz.

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Am Ende ist wie schon bei „Snakes on a Plane“ (2006) der Titel der gelungenste Teil des Films von Burr Steers („17 Again“). Bei passablen Einspielergebnissen drohen uns weitere Austen-„Adaptionen“. Parat stehen Werke wie „Sense and Sensibility and Sea Monsters“ oder die Neuerzählung von „Northanger Abbey“ der schottischen Krimiautorin Val McDermid.

 

Quelle: „Neue Zürcher Zeitung“ und NZZ.ch

Bilder: SquareOne/Universum

 

 

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