„Frauen sind manchmal undankbar“: Jauch ist erst verzaubert, dann alter Grantler

Wer wird Millionär?
Zunächst ist Günther Jauch sichtlich von der Kandidatin angetan. Doch plötzlich steigt das Genervt-Barometer auf beiden Seiten, bis Jauch unverblümt über die Studentin herzieht. Sein Fazit: „Frauen sind manchmal so undankbar.“


Dass Günther Jauch gern mal über Frauen lästert, ist nichts Neues. Aus unerfindlichem Grund aber waren es am Montagabend bei „Wer wird Millionär?“ ungewohnt keifige Töne. Dabei war der Moderator anfangs unübersehbar von Hazina Habibi eingenommen und half der hübschen Studentin aus Bochum tüchtig. Bei der 1000-Euro-Frage drängte er ihr den Joker auf, was ganz gut war. Habibi war etwas unentschlossen, aber bei weitem nicht so hilflos, wie Jauch sie irgendwann darstellen wollte.

„Haben Sie den Eindruck, dass ich es gut mit Ihnen meine bisher?“, fragte er bei 8.000 Euro und attestierte sich selbst ein „schier unmenschliches Gutmenschentum“, als er zum Zusatzjoker riet und eine „Massenerhebung“ versprach. Als doch nur eine Handvoll Zuschauer aufstanden, begann das Granteln. „Ich weiß ja auch nicht, was los ist“, meinte Jauch.

Wer wird Millionär?

Für 16.000 Euro sollte die gebürtige Afghanin dann wissen, ob „twilight“ Morgenrot, Mittagssonne, Abenddämmerung oder Mondschein bedeutet. Sie schwankte zwischen A und C, doch Jauch wurde ungeduldig und drängte auf den Telefonjoker – am besten die Schwester, „dann bleibt die Blamage in der Familie“. Die Richterin gab sofort die korrekte Antwort – Abenddämmerung. Jetzt wurde auch Habibi leicht gereizt und beschwerte sich, dass das Publikum gelacht habe, als sie zu dieser Antwort tendiert hatte: „Ich finde das total unfair.“

Jauch findet seinen Helden

Zwar zog auch Jauch noch über die Zuschauer im Studio her, die sich an diesem Abend wieder nicht so sehr durch Treffsicherheit auszeichneten. Doch zwischenmenschlich schien die Sache gelaufen zu sein. Bei der folgenden Frage konnte sich die Kandidatin einfach nicht entscheiden („Ich glaube, ich höre jetzt auf. Oder?“) und Jauch war sichtlich genervt.

Habibi rang sich trotz starker Tendenz zu einer Antwort schließlich zum Ausstieg mit 16.000 Euro durch, ihr Tipp wäre richtig gewesen. „Und einmal eine Runde ärgern“, meinte Jauch und ließ ein Schoßhund-Knurren vom Stapel. „Da tut man, da macht man“, schob er hinterher. „Frauen sind manchmal so undankbar.“ Ein einsamer, älterer Herr applaudierte, was Jauch nahezu in Ekstase versetzte: „Mein Held!“

Wer wird Millionär?

Die Stimmung war im Keller, was leider der folgende Kandidat Emrah Yigit zu spüren bekam. „Ist doch auch schön, wenn man mal was selber weiß“, „Das war ein Genuschel und Gemurmel“ – der sympathische Mathelehrer aus Kirchberg an der Jagst in Baden-Württemberg war weitgehend auf sich selbst gestellt. Mit 32.000 Euro gelang ihm der höchste Gewinn der Doppelfolge. Kinderchirurg Axel Othmer aus Hamburg war zu Beginn an der 16.000-Euro-Frage gescheitert und auf 500 Euro abgestürzt.

Quelle: n-tv.de

Bilder 1&3: RTL/Frank Hempel; Bild 2: RTL/Stefan Gregorowius
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