„Split“: Macht durch Qual

Split
In seinem neuen Horrorfilm findet Mysterienmeister M. Night Shyamalan zu alter Form zurück. Er erzählt von einem Entführer mit gespaltener Persönlichkeit.


In „The Sixth Sense“ sah ein Junge tote Menschen. Auch in M. Night Shyamalans „Split“ sind im Wortsinn surreale Geschöpfe der Schlüssel. Kevins (James McAvoy) Geist ist seit dem Missbrauch als Kind in 23 Persönlichkeiten gespalten. Er entführt drei Schülerinnen und sperrt sie in ein unterirdisches Verlies. Eine 24. Persönlichkeit ist im Werden begriffen. Sie wird alles verändern.

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Als Spezialist für übernatürliche Psychothriller mit überraschendem Ende stieg Drehbuchautor und Regisseur Shyamalan 1999 zum Star auf. Vor zehn Jahren folgte der jähe Absturz. Die Selbstverliebtheit von einst beschränkt sich jetzt auf die letzten Momente. Der Film beginnt als konventionelles B-Movie-Entführungsdrama und wird – mit Parallelen zu „The Silence of the Lambs“ – zu einer fesselnden Geschichte über die spezielle Macht, die aus Leid enstehen kann.

★★★★☆

Quelle: NZZ.ch / „Neue Zürcher Zeitung“, 26. Februar 2017

Bilder: Universal Pictures

 

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