Dresscode-Knigge: Dos and Don’ts fürs Büro

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„Capital.de“: Kleider machen Leute, aber Macher folgen eigenen Regeln. Wir haben uns zu den Empfehlungen des Knigge einige Gedanken gemacht.


Das klassische Büro-Outfit sieht für den Knigge folgendermaßen aus: Anzug (gern aus Schurwolle) mit Krawatte für den Herren; Kostüm, Hosenanzug oder Etuikleid für die Dame. So weit, so zeitlos. Aber schon bei der Farbgestaltung der Bürokleidung wird es komplizierter. Für den Knigge ist klar: „Je höher die Position innerhalb einer Hierarchie, umso dunkler werden die getragenen Farben.“ Das bedeutet aber natürlich nicht, dass der Praktikant im weißen Anzug erscheint.

Für die Männer sieht der Benimmratgeber folgende Regeln vor:

Dos:

  • Anzughosen mit richtiger Beinlänge (Hosensaum im Stehen etwa 0,5 bis 1 cm oberhalb des oberen Schuhabsatzrandes)
  • Socken (lang genug, um den Blick auf das nackte Bein zu vermeiden)
  • Ordentliche Frisur
  • Ordentliche Rasur
  • Deodorierung

Don’ts

  • Jacketts mit großen Mustern
  • Tennissocken
  • abgelaufene Schuhsohlen
  • zu viel Schmuck (mehr als ein Ring, eine Herrenuhr)
  • Bunte Strümpfe im Comicstil

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Bei den Frauen gibt der Knigge folgenden Dresscode aus:

Dos:

  • Kostüm & Hosenanzüge
  • Feinstrumpfhosen
  • Dezentes, typgerechtes Make-up
  • Geschlossene Schuhe
  • Gepflegte Hände und Fingernägel

Don’ts

  • Durchscheinende Blusen
  • Miniröcke
  • Zu tiefes Dekolleté
  • Schweres Parfum
  • Sichtbare Achsel- und Beinbehaarung

Diese Regeln zielen selbstredend auf ein konservatives Arbeitsumfeld ab. In einem Start-up können „unordentliche“ Frisur, Tennissocken, kurze Röcke oder – oh Schauder – offene Damenschuhe hingegen sogar in der Chefetage zum individuellen Look dazugehören. Doch selbst der CEO eines führenden Dax-Unternehmens unterstreicht womöglich mit bunten Socken, dass er auch mal unorthodoxe Wege geht.

Eigentlich sollte das Dresscode-Motto lauten: „Je höher die Position innerhalb einer Hierarchie, umso weniger brauchen Sie sich um Regeln scheren.“ Gedeckte Farben? Die überlässt Bundeskanzlerin Angela Merkel lieber den Herren ihres Kabinetts.

Quelle: Capital.de

 

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